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Hey Blues 👋
Founder-Led Content ist überall. Und Dank den erfolgreichen Personal Brands werden immer mehr Founder und CEOs darauf aufmerksam gemacht aktiv zu werden.
Einige machen es super. Viele leider nicht.
Sie posten sporadisch
Null Strategie hinter ihrem Content
Teilen immer wieder von ihren Messeständen
Um zu verstehen wie es besser geht, hilft es manchmal einfach zu sehen wie es andere besser machen.
Genau deswegen habe ich diese Woche mehrere Stunden damit verbracht den LinkedIn Auftritt von Zapier’s CEO Wade Foster anzuschauen und für dich verständlich aufzubereiten. Und was ich gesehen habe, war das Gegenteil von sporadisch.
(Ja, ein Forbes Top 100 Computing Service Unternehmen mit einer $5 Milliard Valuation nutzt aktiv Founder-led Content als Marketing Channel)
Was ich gesehen habe ist eine strategische Content-Arbeit mit klaren Formaten, fixen Wochentagen, und einer Multi-Channel-Strategie, die seinen persönlichen Account, den Company-Account und die Mitarbeiter als einen zusammenhängenden Distribution-Motor nutzt.
In dieser Ausgabe:
Wade Fosters Content Kalender
Die Multi-Channel-Strategie: Wie Founder-Account, Company-Account und Employee-Accounts als ein System funktionieren
Wie die Community durch die Company-Page empowered wird
Let’s go! 🕺


Der Content-Kalender von Wade Foster
Ich habe mir jeden einzelnen Beitrag von Wade Foster seit Februar 2026 angeschaut und sie in einem Kalender kategorisiert.

Hier ist was mir sofort aufgefallen: Es gibt Patterns.
Mindestens 2 Posts pro Woche. Keine Woche ohne Content. Keine drei Wochen Pause, dann plötzlich fünf Posts. Sondern kontinuierlich mindestens 2 Beiträge die Woche.
Donnerstags: Feature Post oder Podcast CTA. Und zwar abwechselnd. Eine Woche gibt es Details zu einem neuen Zapier-Feature. Nächste Woche ein Call-to-Action zu seinem Podcast. Dann wieder Feature. Dann wieder Podcast. (In der ersten März Woche folgte direkt ein Podcast CTA nach dem Feature Post, aber es würde mich nicht wundern, wenn kommende Woche wieder einer der beiden Formate am Donnerstag bespielt wird)
Mittwochs: Persönlicher Post. Wade Foster teilt seine persönlichen Gedanken aus seiner Perspektive als CEO.
Andere Tage: Blog-CTAs, Community Retreats, Webinare. Aber (und das ist wichtig) selbst diese "Business-Posts" haben einen persönlichen Touch. Es sind keine Standard-"Wir machen das"-Announcements. Sondern Posts, die seine Perspektive, seine Gedanken, seine Learnings einweben.
Warum das funktioniert
Das ist keine zufällige Posting-Strategie. Das ist strategische Formatarbeit. Wade Fosters Content-Team nutzt seinen Account als extra Kommunikations-Channel. Sie fokussieren seine Stimme für CTAs zu Cross-Channels: Podcasts, Blogs, Retreats, Webinare. Wenn dort nichts Wichtiges ansteht, geben sie Industry Insights oder teilen seine Perspektive zu neuen Updates und Features.
Aber sie vernachlässigen nicht seine Persönlichkeit.
Jeden Mittwoch kommt ein Post, der nicht über Zapier-Features spricht, sondern über Wade Foster als Person, als Founder, als jemand der Learnings teilt. Seine Audience nehmen ihn nicht nur als Founder und CEO wahr, sondern auch als Thought Leader seiner Industrie.

Die Multi-Channel-Strategie
Hier wird es interessant. Wade Foster postet nämlich nicht isoliert. Seine LinkedIn-Strategie ist Teil eines größeren Distribution-Systems, das drei Account-Typen orchestriert: Founder-Account, Company-Account, Employee-Accounts.
Der Founder-Account + Company-Account als Parallel-Strategie
Ein weiterer logischer Pattern der erkennbar ist:
An den Tagen, wo Wade Foster einen Post teilt, teilt auch der Zapier’s Company-Account einen Post zur gleichen Thematik.
Aber der Ton ist komplett anders.

Wade Fosters Post: Persönlich, mit seiner Stimme, mit seiner Perspektive, mit Story. Er schreibt über neue Features aus der Sicht "Hier ist warum es integriert wurde" oder "Hier ist was ich dabei gelernt habe".
Zapier Company-Post: Unpersönlich, company-like, feature-fokussiert, professionell. "Zapier launches X" oder "New feature: Y is now available".
Gleiche Message. Zwei verschiedene Audiences.
Menschen, die Wade Foster followen, wollen die persönliche CEO-Perspektive. Sie wollen wissen: Was denkt der Founder? Warum wurde diese Entscheidung getroffen? Was ist die Vision?
Menschen, die nur den Company-Account followen, wollen Business-Updates. Clean, professional, to the point.
Beide Audiences werden bedient. Mit dem gleichen Inhalt, aber in der Tonalität, die für sie funktioniert. Das ist smart, weil es maximale Reichweite mit minimalem zusätzlichem Aufwand schafft. Das Content-Team muss nicht komplett neuen Content für beide Accounts erstellen. Sie nehmen die gleiche Kern-Message und adaptieren sie für zwei verschiedene Voices.
Die Employee-Accounts als dritte Distributions-Ebene
Aber es gibt noch eine dritte Ebene, die oft übersehen wird: Die Mitarbeiter.
Ich habe beim scrollen mindestens 10 Mitarbeiter-Profile gesehen, die wöchentlich Content teilen. Von Junior-Rollen bis hin zu C-Level.

Es gibt keine offizielle Info, ob Zapier eine Corporate LinkedIn-Strategie explizit fährt. Aber was nicht undenkbar ist:
Mitarbeiter sehen, dass Wade als CEO regelmäßig postet. Sie sehen, dass es funktioniert und nicht nur persönliche Vorteile, sondern auch Vorteile für das Unternehmen bringt. Und sie ziehen die logische Schlussfolgerung: Wenn der CEO es macht, kann ich es auch machen.
Der Content-Output von Wade Foster fungiert als implizites Signal an das gesamte Unternehmen: LinkedIn ist wichtig. Personal Branding ist erwünscht. Wir unterstützen das. Das resultiert zu Multiple Touchpoints für potenzielle Kunden.
Nicht nur Wade Foster, der mindestens 2x pro Woche postet. Nicht nur der Company-Account mit täglichen Updates. Sondern 10+ Mitarbeiter aus verschiedenen Departments, die alle regelmäßig über Zapier, über Automation, über ihre Arbeit, über ihre Learnings posten.
Das ist ein Distributions-Motor.

Community-Building durch Reposting
Jetzt zu einem Part, der oft auf LinkedIn oft vernachlässigt wird (irgendwie auch zurecht) - die Company Page. Also wie macht es Zapier?
Der Zapier Company-Account teilt unglaublich viele Beiträge. Damit meine ich das Teilen von eigenen Beiträgen, sondern das reposten. Beiträge von Wade Foster. Beiträge von ihren Mitarbeitern. Aber (und das ist der interessante Part) auch Beiträge von Usern, die über Zapier geschrieben haben.
Ich habe gesehen, dass selbst Posts von sehr kleinen Accounts geteilt werden. Accounts mit 300 Followern, die einen Post über "Wie ich Zapier für mein Side-Business nutze" geschrieben haben.
Warum das smart ist
Ich glaube nicht, dass es nur Nettigkeit ist (aber trotzdem nett). Das ist strategisches Community-Building.
Wenn du weißt, dass Zapier deinen Post auf ihrer Company-Page teilen könnte, selbst wenn du nur 300 Follower hast, dann steigt die Wahrscheinlichkeit massiv, dass du einen Post über Zapier schreibst.
Du fühlst dich gesehen.
Und das ist das Entscheidende. Menschen wollen gesehen werden. Besonders kleine Accounts, die gerade erst anfangen auf LinkedIn. Zapier gibt ihnen diese Sichtbarkeit. Und im Gegenzug bekommt Zapier: User-Generated Content.
Menschen schreiben freiwillig über Zapier. Sie teilen Use Cases. Sie teilen Tutorials. Sie teilen Erfolgsgeschichten. Und Zapier muss dafür keinen Content selbst erstellen. Sie müssen nur den "Repost"-Button drücken.
Der Community-Effekt
Aber es geht nicht nur um User-Generated Content. Es geht um das Signal, das Zapier damit sendet. Wenn du siehst, dass Zapier regelmäßig Posts von normalen Nutzern teilt, nicht nur von Influencern, nicht nur von großen Accounts, sondern auch von dir, dann entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Du bist nicht nur ein Kunde. Du bist Teil der Community.
Und Menschen, die sich als Teil einer Community fühlen, bleiben länger. Sie kaufen mehr. Sie empfehlen weiter. Das ist Community-Building durch Reposting. Und es funktioniert, weil es beide Seiten gewinnen lässt. Der kleine Account bekommt Sichtbarkeit. Zapier bekommt authentischen Content und loyale Community-Members.

Systematik schlägt Spontanität
Wade Fosters Strategie funktioniert nicht, weil er jeden Tag überlegt "Was poste ich heute?". Sie funktioniert, weil es fixe Formate an fixen Tagen gibt.
Mittwochs: Persönlich.
Donnerstags: Feature oder Podcast CTAs.
Andere Tage: Blogs CTAs, Events CTAs, Community CTAs, Industry Insights.
Das ist planbar und wiederholbar.

Multi-Channel denken
Wenn du mehrere Channels schon hast, dann nutze Cross-Promotion.
Dein LinkedIn-Post wird zum Newsletter-Teaser. Dein Newsletter wird zum LinkedIn-Post. Dein Podcast-Snippet wird zu beiden. Gleiche Kern-Message, verschiedene Kanäle, verschiedene Formate.

Balance zwischen Business und Personal
Wade Foster postet nicht nur über Zapier-Features. Er postet jede Woche mindestens einen Post, der ihn als Person zeigt. Seine Gedanken und seine Perspektive. Das ist wichtig. Weil Menschen Menschen folgen, nicht Companies.

Wade Fosters LinkedIn-Strategie ist keine "Ich poste wenn mir was einfällt"-Strategie. Das ist strategische Content-Arbeit. Und das Beste: Du brauchst kein $5 Milliarden-Budget, um die Prinzipien zu adaptieren. Du brauchst nur etwas mehr Systematik statt Spontanität.
Liebe Grüße und bis nächste Woche!
Samuel

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