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Hey Blues 👋

Manchmal sind die wichtigsten Changes auf LinkedIn die, über die niemand spricht.

Die Changes wo es keine offiziellen Announcements oder Blog Posts gibt, sondern subtile Änderungen, weil man sich gerade in einem A/B Test befindet.

Dieses Gefühl hatte ich nämlich diese Woche:

Ich bin ganz normal durch den Feed gescrollt und habe gemerkt, dass sich etwas anders anfühlt. Und dann wurde mir klar: Wenn das hier gerade kein Anzeigefehler ist, dann ist der Impact huuuuge! Es ändert die Art und Weise wie ich LinkedIn Content schreibe.

Während alle über Algorithmus-Changes und Creator-Economy diskutieren, passieren im Hintergrund leise Updates, die deine Content-Strategie direkt beeinflussen können.

In dieser Ausgabe:

  • Die neue Hook-Länge von LinkedIn Beiträgen

  • Die neue Carousel-Preview im Feed

  • AI-Search: Wie LinkedIn's konversationelle Suche deine Auffindbarkeit verändert

Let’s go! 🕺

Die Hook hat sich im Feed verändert

Hier ist etwas, das ich diese Woche bei mir entdeckt habe:

Siehst du was ich meine?

Das "...mehr" erscheint bei mir im Feed jetzt nicht mehr am Ende der dritten Zeile, sondern direkt am Anfang der dritten Zeile.

Was das bedeutet: Die dritte Zeile wird im Preview nicht mehr angezeigt. Deine Hook ist effektiv nur noch 2 Zeilen lang. (Hier siehst du wie eigentlich mit der 3-Zeilen-Struktur versucht wurde die Hook zu schreiben.

Im Normalfall würde jetzt nach “…everything back.” das “… mehr” erscheinen.

Das verändert die Art und Weise wie wir auf LinkedIn Hooks schreiben.

Wenn du bisher nach dem Standard-Format gearbeitet hast:

Satz 1: Aufhänger
[Leerzeile]
Satz 2: Kontext oder Verstärkung

Dann war dein zweiter Satz meistens der stärkste, der die Neugier auflöst oder verstärkt. Und die Leerzeile hat für die Übersichtlichkeit gesorgt. Das fällt aber jetzt weg.

Was ich deswegen anders mache:

Ich Schreibe meine Hooks so, dass sie über zwei Zeilen funktionieren.

Nicht 3 mit Leerzeile. Sondern 2 starke Zeilen, die für sich stehen können.

🚨 WICHTIG:

Ich habe von dieser Veränderung nichts online gefunden und ich sehe die Änderung nur bei mir im Feed auf Desktop! Mobile sind es noch 3 Zeilen, wenn ich auf einem Profil durch die Beiträge scrolle sind es noch 3 Zeilen. Ich kann mir vorstellen, dass es nur ein A/B-Test ist, aber ich bin mir nicht sicher.

(Schreib mir doch gerne einfach hier über Mail oder LinkedIn wie es bei dir ist!)

Die neue Carousel-Preview

Hier kommt der zweite Change, den ich entdeckt habe.

Normalerweise kennst du die Carousel-Preview auf LinkedIn so wie im Screenshot von eben: Du scrollst durch deinen Feed, siehst einen Carousel-Post, und nur das Thumbnail (also die erste Seite) wird angezeigt.

Aber bei einigen meiner Kundenaccounts sieht das plötzlich anders aus:

Die Carousel-Preview zeigt jetzt die ersten beiden Slides gleichzeitig.

Bisher galt: Die erste Seite muss sitzen. Die Hook auf dem Cover war das stärkste Visual. Weil genau das im Feed herausstechen sollte.

Mit der neuen Preview ändert sich diese Logik fundamental.

Du hast nicht mehr nur einen “Thumbnail”, sondern zwei. Du kannst mit der zweiten Seite zusätzlich arbeiten. Aber gleichzeitig wird genau das herausfordernder, da die Gesamtansicht kleiner wird. Somit werden die Texte schwerer lesbar und Details weniger prominent.

Was ich aber noch nicht weiß:

Wie bei der Hook-Länge: Ich sehe diese Ansicht nicht überall.

Auf meinem persönlichen Account ist die Änderung nicht da. Nur bei einigen meiner Kundenaccounts.

Das heißt vermutlich, dass LinkedIn einen klassischer A/B Test macht. Manche Accounts bekommen die neue Ansicht, andere nicht.

AI-Search wird zum Standard (und das ändert Auffindbarkeit)

Während die ersten beiden Updates leise im Hintergrund passieren, ist das dritte offiziell angekündigt worden.

LinkedIn rollt AI-powered Conversational Search aus (aber erstmal nur in den USA.)

Bisher war das Feature exklusiv für Premium-Mitglieder in den USA (launched im November 2025). Jetzt bekommen alle US-User Zugriff. Der globale Rollout wird vermutlich folgen, aber wann genau ist noch offen.

Warum das trotzdem für uns relevant ist:

Die Updates, die LinkedIn in den USA testet, kommen erfahrungsgemäß mit einigen Wochen bis Monaten Verzögerung nach Europa. Wenn du jetzt verstehst, was sich in den USA ändert, bist du vorbereitet, wenn es hier ankommt.

Also was bedeutet das und was ändert sich?

Früher hat LinkedIn Search nach Keywords gesucht. Du gibst "Event Manager Berlin" ein, bekommst Accounts mit diesen Keywords.

Jetzt versteht LinkedIn Search natürliche Sprache.

Du kannst Anfragen formulieren wie:

→ "Finde mir Influencer Manager in Berlin, die im E-Commerce arbeiten"
→ "Zeig mir Founder die überVereinbarkeit posten und mindestens 10k Follower haben"
→ "Wer auf LinkedIn schreibt über LinkedIn Ghostwriting für C-Level?"

Die Suche soll jetzt Kontext verstehen.

LinkedIn hat die Suche aber auch in anderen Bereichen verbessert:

  • Spitznamen sollen erkannt werden: Wenn du "Sam" suchst, findest du auch Samuels.

  • Rechtschreibfehler werden toleriert: Tippfehler machen Ergebnisse nicht mehr wertlos.

  • Personalisierte Ergebnisse: Basierend auf deinem Profil und früheren Suchen.

  • Verification Badges werden direkt in den Suchergebnissen angezeigt: Vertrauenswürdigere Ergebnisse auf den ersten Blick.

  • KI-generierte Zusammenfassungen der Profile: Wenn deine Suche einen spezifischen Job Title oder Company Name enthält, zeigt LinkedIn AI-generierte Zusammenfassungen, die erklären, warum diese Person in den Ergebnissen auftaucht.

Crazy oder??? (Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass alles optimal funktioniert, finde ich den Ansatz und die Entwicklung richtig cool!)

Hier wird es aber auch strategisch interessant.

Mit klassischer Keyword-Search war die Logik einfach: Pack die richtigen Keywords in dein Profil, und du wirst (mit Glück) gefunden.

Mit AI-Search kann sich das ändern.

LinkedIn versteht jetzt semantische Beziehungen (wir erinnern uns an den neuen LLM-basierten Algorithmus aus der letzten Ausgabe). Das heißt:

Dein Profil wird nicht mehr nur durch die Keywords gefunden, die wortwörtlich im Header stehen. Sondern auch durch andere Bereiche im Profil & Content, den du entwickelst.

Wenn jemand sucht "Influencer Marketing Agentur für B2B", kannst du gefunden werden, auch wenn diese exakten Worte nicht in deinem Profil-Header stehen.

Sondern wenn auch andere Bereiche im Profil oder im Content klar kommuniziert wird, dass du:

→ Influencer Marketing Agentur Founder/CEO bist
→ Speziell über Influencer Marketing im B2B schreibst

Auch wenn die AI-Search im DACH-Raum noch nicht live ist:

Der LLM-basierte Algorithmus, der Content rankt, ist es bereits. Und die Logik ist die gleiche. Wenn dein Profil für semantisches Verständnis optimiert ist, profitierst du doppelt - bei der aktuellen Content-Distribution und bei der kommenden Search.

Was ich für mich und meine Kunden ändern werde

  1. Profil auf Klarheit und nicht Keyword-Density optimieren

Früher galt: Fülle dein Profil mit den richtigen Keywords. Jetzt gilt: Mach dein Profil so klar und präzise, dass ein LLM versteht, wer du bist und für wen du arbeitest. Keywords gehören natürlich dazu, aber ein LLM kann auch Konzepte verstehen.

  1. Überlegen, welche Fragen unsere ICPs an LinkedIn-Search stellen könnte:

"Wer hilft mir, mein LinkedIn-Profil zu optimieren?"
"Wer schreibt ghostwriting Posts für Founder?"
"Wer ist Content Strategist in Deutschland?"

Wenn unser Content und das Profil Antworten auf diese Fragen liefert (explizit oder implizit) können wir noch wahrscheinlicher gefunden werden.

Ich finde es unglaublich spannend was so alles im Hintergrund passiert. Es ermutigt mich ehrlicherweise auch zu sehen, dass Tests, Auswertungen und Optimierungen durchgeführt werden!

Alle diese subtilen Änderungen sind Zeichen, dass sich die Plattform in eine Richtung entwickelt. Welche Richtung? Creator Economy.

Content wird für LinkedIn immer wichtiger.

Und ich glaube, wir stehen erst am Anfang. LinkedIn existiert seit über 20 Jahren, aber der Shift in Richtung Creator Economy ist noch sehr jung. Schau dir mal die Updates der letzten Monate an: neuer Algorithmus, Creator-Partnerschaften, AI-Search, Content-Format-Tests.

LinkedIn will die Platform für professionellen Content werden. Nicht nur ein Ort für Profile und Job-Suche.

Für uns bedeutet das: Wenn wir jetzt systematisch an unserem Content arbeiten, bauen wir auf einer Plattform auf, die gerade erst anfängt, diese Arbeit wirklich zu belohnen.

Nicht jede Änderung muss man mitmachen. Nicht jeden Test muss man adaptieren. Aber bewusst hinschauen lohnt sich, weil wir so früher verstehen, wohin die Reise geht.

Samuel

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